Pflegestufen

Menschen die Ihre Leistungen und Pflege Online Prüfen und Hilfe bekommen.Herzlich Willkommen auf Pflegestufen.org. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Sie kostenlos und unverbindlich, über die gesetzlichen Regelungen bezüglich der Pflegebedürftigkeit im Alter oder aufgrund von Krankheit, kompetent und zuverlässig zu informieren.

Wir möchten Sie darin unterstützen, die Möglichkeiten, die Ihnen die Pflegeversicherung bietet, zu erkennen und richtig zu nutzen.

Welche Personen gelten als pflegebedürftig?

Der Begriff der Pflegebedürftigkeit im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes ist in § 14 SGB XI wie folgt geregelt: Pflegebedürftig im Sinne dieses Buches sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen.

Das bedeutet, dass nach dieser Definition all diejenigen Menschen „pflegebedürftig“ sind, die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung im Bereich der Tätigkeiten wie Körperpflege, Ernährung, Beweglichkeit oder der hauswirtschaftlichen Versorgung für mindestens sechs Monate Unterstützung benötigen.

Laut § 14 SGB XI Abs. 4 sind gewöhnliche und regelmäßig wiederkehrende Verrichtungen des Alltags:
Die wichtigsten Gesetze zur Pflege.

  • … der Körperpflege das Waschen, Duschen, Baden, die Zahnpflege, das Kämmen, Rasieren, die Darm- oder Blasenentleerung,
  • … der Ernährung das mundgerechte Zubereiten oder die Aufnahme der Nahrung,
  • … der Mobilität das selbständige Aufstehen und Zu-Bett-Gehen, An- und Auskleiden, Gehen, Stehen, Treppensteigen oder das Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung,
  • … der hauswirtschaftlichen Versorgung das Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäsche und Kleidung oder das Beheizen.

Die Pflege – Unterschiede und Leistungen

Je nach Umfang des Hilfebedarfs werden pflegebedürftige Personen einer von mittlerweile 4 Pflegestufen zugeordnet. Die Zuordnungskriterien zu einer Pflegestufe sind neben den in §14 SGB XI Abs. 4 genannten Voraussetzungen die tägliche Häufigkeit des Hilfebedarfs, sowie der tägliche und wöchentliche Zeitaufwand der Personen, die den pflegebedürftigen pflegen. Die Pflegestufen geben dann nicht nur eine ungefähre Auskunft über den Grad der Hilfsbedürftigkeit, sondern sie unterscheiden sich auch in der Höhe der Leistungen.

Pflegestufe 0 und die Pflegeleistungen

0 - bekommen Sie Pflegesachleistungen von monatlich 225 Euro und 120 Euro Pflegegeld das alles Kombinationsleistung möglich.Im Fall der Pflegestufe 0 handelt es sich um eine ergänzende Pflegestufe für all diejenigen Personen, die zwar einen Hilfebedarf im Bereich der Grundpflege sowie der hauswirtschaftlichen Versorgung haben, bzw. eine bescheinigte sogenannte eingeschränkte Alltagskompetenz (Diagnose Demenz) aufweisen und somit einer erheblichen Betreuung bzw. Beaufsichtigung bedürfen, die jedoch noch nicht die vollständigen Voraussetzungen für die Pflegestufe 1 erfüllen. Konkret bedeutet das, es wird Hilfe benötigt und es besteht ein Betreuungsbedarf, allerdings wird der tägliche Minutenwert, welcher vom MDK für die Pflegestufe 1vorgegeben ist, nicht erreicht. Seit der Pflegereform haben auch Personen unterhalb der Minutengrenze zur Pflegestufe 1 einen Anspruch auf Leistungen ihrer Pflegekasse. (mehr…)

Pflegestufe 1 – erhebliche Pflegebedürftigkeit – Pflegeleistungen

1 - bekommen Sie eine Pflegesachleistung von monatlich 450 Euro und 235 Euro Pflegegeld das alles Kombinationsleistung möglich.Man spricht von einer erheblichen Pflegebedürftigkeit, wenn mindestens einmal täglich ein Hilfebedarf in mindestens zwei der in § 14 SGB XI Abs. 4 Tätigkeiten (Körperpflege, Ernährung, Mobilität) vorliegt. Zusätzlich muss mehrmals wöchentlich Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt werden. Der wöchentliche Zeitaufwand, den die Pflegeperson (ein Familienangehöriger, Nachbar oder Bekannter – nicht der Pflegedienst ) für alle Tätigkeiten benötigt, muss im Tagesdurchschnitt mindestens 90 Minuten betragen und davon müssen mindestens 46 Minuten auf die sogenannte Grundpflege entfallen. (mehr…)

Pflegestufe 2 – Schwerpflegebedürftigkeit – Pflegeleistungen

2 - bekommen Sie Pflegesachleistungen von monatlich 1100 Euro und 440 Euro Pflegegeld das alles Kombinationsleistung möglich.Bei einer Schwerpflegebedürftigkeit muss ein Hilfebedarf bei der Körperpflege, der Ernährung oder Mobilität mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten erforderlich sein (morgens, mittags und abends). Zusätzlich muss auch hier wieder mehrfach pro Woche Hilfe bei den hauswirtschaftlichen Verrichtungen benötigt werden. Die Zeit der Pflegeperson muss hier bei mindestens 180 Minuten am Tag liegen, wobei mindestens 120 Minuten auf die Grundpflege entfallen müssen. (mehr…)

Pflegestufe 3 – Schwerstpflegebedürftigkeit – Pflegeleistungen

3 - bekommen Sie eine Pflegesachleistung von monatlich 1550 Euro und 700 Euro Pflegegeld das alles Kombinationsleistung möglich.Schwerstpflegebedürftig ist jemand, wenn der Hilfebedarf so groß ist, dass die Pflegeperson jederzeit und unmittelbar erreichbar sein muss, weil der konkrete Hilfebedarf in dem Fall zu jeder Zeit, Tag und Nacht anfallen kann. Der vorgegebene Zeitaufwand, den eine nichtprofessionelle Pflegeperson im wochendurchschnitt hierfür benötigt, muss bei mindestens 300 Minuten täglich liegen und davon müssen mindestens 240 Minuten auf die Grundpflege entfallen. (mehr…)

Härtefallregelung

Wenn der tägliche Zeitaufwand der geleisteten Pflege im Bereich der Grundpflege 420 Minuten – 7 Stunden übersteigt und davon mindestens 120 Minuten – 2 Stunden auf die Nacht entfallen, so kommt eine Härtefallregelung in Betracht. Eine Härtefallregelung würde auch greifen , wenn nachts regelmäßig zwei Personen gleichzeitig zur Durchführung der Pflege benötigt werden.

Sollten Sie als Angehörige weitere Fragen zur Pflege haben nehmen Sie Kontakt zu einem Arzt auf, dieser kann Ihnen weitere Informationen geben und schon Einschätzen ob ein Pflegebedarf vorliegt und welche Leistungen bei welcher Einstufung zum Beispiel bei Demenz Ihnen zustehen. Dieser Kontakt sollte auch schon hergestellt werden bevor die Gesundheit es nicht mehr zulässt. Wir wissen, dass es sehr schwer für Angehörige ist die Gesundheit richtig Einzuschätzen.

Versorgungsformen in der Pflege

In Deutschland ist die Versorgungslandschaft in der Pflege in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Abhängig von den individuellen Bedürfnissen sowie den Anforderungen der Angehörigen haben sich verschiedene Angebote entwickelt. So gibt es zum einen den vollstationären Bereich. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Pflegeheime, bei denen der Pflegebedürftige Rund um die Uhr, dauerhaft betreut und gepflegt wird.

Auf der anderen Seite steht der ambulante Bereich. Hierbei handelt es sich um ambulante Pflegedienste, welche die Pflegebedürftigen Menschen zuhause in ihrer gewohnten Umgebung versorgen und betreuen. Laut dem Gesetzgeber gilt der Grundsatz: Ambulant vor Stationär!

Darüber hinaus haben sich auch Mischformen der beiden oben genannten Bereiche entwickelt. Man spricht hierbei von teilstationären Pflegeangeboten. Konkret sind das Angebote der Tages-/und Nachtpflege, sowie die Angebote der Kurzzeitpflege. Hierbei verweilen die Pflegebedürftigen nicht 24 Stunden in der Pflegeeinrichtung, sondern nur einen bestimmten Teil des Tages.

Zusätzlich gibt es auch Angebote der sogenannten Ersatzpflege. Die Ersatzpflege ist auch bekannt als Verhinderungspflege oder Pflegevertretung. Hierbei können zusätzlich zu den Leistungen der Pflegestufen Gelder der Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden, um kurzzeitige Ausfälle der eigentlichen Pflegeperson aufgrund von Krankheit oder Urlaub zu kompensieren. Der Pflegeaufwand oder die jeweilige Pflegestufe sind für die Leistungen der Ersatzpflege nicht ausschlaggebend. Es handelt sich hierbei um einen pauschalen Jährlichen Betrag in Höhe von 1550,00€, der pauschal für die Leistungen der Verhinderungspflege zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen auch auf der Internetseite des: Bundesministerium für Gesundheit.